Auf Drängen der Joachimsthaler Bürger richtete die Bahnverwaltung im Jahr 1875 probeweise eine kleine Haltestelle in Britz an der Strecke Berlin Stettin ein. Die Resonanz war groß. Der Britzer Haltepunkt wurde zur Station mit Wartehalle ausgebaut.
Der Bahnanschluß von Templin über Joachimsthal kam ins Gespräch. 1893 trafen sich die Interessenten für den Bau einer Sekundär-Eisenbahn zu Beratungen. Die größte Kommune, die Stadt Templin, erhielt die Federführung. 1894 gab der „öffentliche Anzeiger der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin“ die juristische Grundlage für den Bahnbau bekannt. 1895 waren die Vor- und Vermessungsarbeiten abgeschlossen.
1897 begann der Bahnbau. Die veranschlagten Kosten beliefen sich auf 5.128.000 Mark. Die Teilstrecke Britz-Joachimsthal eröffnete am 1. Juli 1898, die Teilstrecke Joachimsthal-Templin am 15. Dezember 1898.
Der Kaiserbahnhof und der Bahnhof Joachimsthal eröffneten am 5. Dezember 1898. Der errichtete Kaiserpavillon im norwegisch/englischen Stil wurde bereits im Oktober durch Kaiser Wilhelm II. genutzt, als er mit dem Zug hier ankam. Vom Kaiserbahnhof gelangte die Gesellschaft nach Hubertusstock und zur Jagd in der Schorfheide. In den 1930er Jahren wurde der Kaiserpavillon zu Wohnzwecken umgebaut. Mit Aufkommen des Tourismus am Werbellinsee und der Schorfheide wurden die beiden Joachimsthaler Bahnhöfe zu frequentierten Haltepunkte für die vielen Besucher und Badegäste aus Berlin.
Heute befindet sich der Kaiserbahnhof im Besitz der Stadt Joachimsthal. In den Sommermonaten 2006+2007 öffnete er täglich seine Tore und lud Urlauber und Berliner Tagesgäste zu Lesungen und Hörspielen ein.